Das Mag Leseclub Festival in Berlin

das Mag Logo - dmf-logoAufleben der Salonkultur

 

Erstmals fand Das Mag Leseclub Festival am Freitag, 24. Juni 2016 in Berlin statt. Dieses Format ist in den Niederlanden bereits erfolgreich und hier auf dem besten Weg, eine neue Qualität in die Berliner Literaturszene zu bringen. Dies sollte sicher schon ein Vorgeschmack auf die im Oktober stattfindende Frankfurter Buchmesse, auf der Flandern & die Niederlande die diesjährigen Ehrengäste sind, werden. Somit waren auch niederländische Autoren mit ihren Romanen am Start.

 

Das Mag Festival Map - Berlin 2016Die insgesamt zwölf Leseclubs an verschiedenen Berliner Standorten waren schnell ausverkauft und die Locations liebevoll ausgewählt. Neben Buchhandlungen wie Ocelot, Tuchholsky Buchhandlung und Shakespeare and Sons, gehörten auch Galerien, die Tanzbar Mitte, mit ihrem atemberaubenden Blick über Berlin, sowie das Coworking-Konzept Blogfabrik zu den Veranstaltungsorten.

In diesen individuellen Leseclubs mit maximal 25 Teilnehmern trafen diese auf ihren gewählten Autor samt Moderator. Und das Line-up konnte sich wirklich sehen lassen. Mit von der Partie waren Arjen Lubach, Bregje Hofstede, Jenny Erpenbeck, Karen Köhler, Nell Zink, Nis-Momme Stockmann, Niña Weijers, P.B. Gronda, Saskia De Coster, Vea Kaiser, Verena Güntner und Yves Petry.

 

Das Mag Festival Programm - Berlin 2016Mit dem Kauf des Tickets erhielt man das entsprechende Leseexemplar des gewählten Autors zuvor per Post zugesandt. Da ich Karen Köhlers „Wir haben Raketen geangelt“ bereits gelesen hatte und eine Freundin sich für Jenny Erpenbecks „Gehen, ging, gegangen“ entschied, fiel meine Wahl auf Nell Zinks „Der Mauerläufer“.

Somit hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, das Buch vor der Veranstaltung zu lesen. Denn im Mittelpunkt des Konzeptes von Das Mag Leseclub Festival stand ja nicht die klassische Lesung sondern die Diskussion mit dem Autor. Um sozusagen warm zu werden, begann jeder Leseclub mit einer kurzen Vorstellung der Teilnehmer, was eine angenehmen Atmosphäre schaffte, und einem kleinen Quiz zum Buch. Für jede gute Antwort verteilten Autor und Moderator einen Schnaps, andere Länder andere Sitten, danach begann endlich die angeregte Diskussion und die Fragen an den Autor. Abschließend konnte das gelesene Buch natürlich noch signiert werden – eine tolle Erinnerung an einen besonderen Abend.

 

Im Anschluß an die zweistündigen Leseclubs kamen alle Lesclub-Teilnehmer, Autoren und Moderatoren nochmals zur Afterparty in der Bar Babette zusammen. Hier konnte bis tief in die Berliner Sommernacht noch gemeinsam geredet und getanzt werden.

In vielen Gesprächen auf der Afterparty haben wir uns zu den einzelnen Leseclubs sowie den Büchern und Autoren ausgetauscht. Interessant fand ich, dass viele Teilnehmer bereits in privaten Lesekreisen aktiv sind, dieses neue Format einfach spanndend fanden und es unbedingt kennenlernen wollten. Am Ende erfuhren wir viel Spannendes über die Autoren und nahmen die ein oder andere Leseempfehlung mit nach Hause.

 

 

Für mich hat Das Mag Leseclub Festival die gute alte Salonkultur des letzten Jahrhunderts wieder aufleben lassen. Über eine Fortsetzung würde ich mich sehr freuen und bin beim nächsten Leseclub gern wieder dabei.

 

Weitere Infos:   http://www.dasmag.de/,  https://www.facebook.com/events/1158847744146327/

Bildquellen:   http://dasmag.nl/wp-content/themes/dasmag/assets/img/dmf-logo.png,   Jacqueline Böttger – diverse

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